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Reanimation im Notfall? Nur Mut!

Jede Minute zählt

 Ein Auffrischen der Kenntnisse hilft, im Notfall eine Herzdruckmassage ohne Angst durchzuführen.
Ein Auffrischen der Kenntnisse hilft, im Notfall eine Herzdruckmassage ohne Angst durchzuführen. © Miriam Knauer
Ohne Sauerstoff überlebt das Gehirn höchstens fünf Minuten. Schnelles Handeln ist gefragt. Wer mit der Herzdruckmassage vertraut ist, kann im Notfall helfen ohne die Angst, etwas falsch zu machen – und Menschenleben retten.

Bei Kreislaufstillstand sofort mit Herzdruckmassage beginnen

Ein Atem- und Herzstillstand unterbricht die Durchblutung des Gehirns. Durch den Sauerstoffmangel erleiden die Nervenzellen bereits nach fünf Minuten irreparable Schäden. Mit jeder weiteren Minute ohne Sauerstoff steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient verstirbt oder eine Behinderung zurückbehält. Deshalb ist bei einem Kreislaufstillstand schnelle Hilfe entscheidend. „Jedes Jahr erleiden etwa 50.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Da kommt es auf die ersten Minuten an", betont der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Laut den Fachgesellschaften für Anästhesisten und Intensivmediziner führen in Deutschland nur in etwa 40 Prozent solcher Notfälle unmittelbar Beteiligte eine Herzdruckmassage durch. In Ländern wie zum Beispiel Dänemark oder Irland seien es über 70 Prozent. „Es gibt vor allem eine moralische Verpflichtung jedes Bürgers, mit der Wiederbelebung zu starten“, begründet Spahn und ergänzt, dass es dafür auch praktische Übung brauche. Deshalb ist es für Spahn unerlässlich, dass möglichst viele Menschen eine Herzdruckmassage erlernen und anwenden können. Die folgenden drei Punkte fassen zusammen, wie Wiederbelebungsmaßnahmen auch für Laien leicht umsetzbar sind.

Reanimation in 3 Schritten:

  • „Prüfen“: Den Patienten ansprechen und behutsam rütteln.
  • „Rufen“: Andere Helfer auf die Situation aufmerksam machen und die Notrufnummer 112 wählen.
  • „Drücken“: Den Ballen der einen Hand auf die Mitte des Brustbeins setzen. Den Ballen der anderen Hand darauflegen. Dann 100 Mal pro Minute den Brustkorb mindestens 5 Zentimeter herunterdrücken. Geschulte Helfer führen zusätzlich die Mund-zu-Mund-Beatmung: 30 Herzdruckmassagen, gefolgt von 2 Beatmungen im Wechsel.
Quelle: Ärzteblatt

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