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Hilfe bei Madenwurmbefall

Wenn?s am Hintern juckt

 Eine Madenwurminfektion erfolgt über Aufnahme von Eiern in den Mund.
Eine Madenwurminfektion erfolgt über Aufnahme von Eiern in den Mund. © Christina Winzig
Häufiger als man denken würde: Etwa 20 Prozent der Kindergarten- und Grundschulkinder in Europa sind von im Darm lebenden Madenwürmern befallen. Was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Wie gelangt der Wurm ins Kind?

Vor allem nachts kriechen die Madenwurmweibchen aus dem Darm und legen ihre Eier in die Falten um den After ab. Dies führt zu Juckreiz und das Kind kratzt sich am Po. Aufgrund der hohen Klebrigkeit haften die Wurmeier sehr gut an Händen und Oberflächen, z.B. Spielzeug. Die Madenwurmerkrankung wird immer dann übertragen, wenn Wurmeier in den Mund gelangen und verschluck werden, z.B. bei: ? In-den-Mund-Nehmen von Spielsachen, die zuvor eine infizierte Person in der Hand hatte ? Kratzen im Analbereich und anschließenden Finger-Mund-Kontakt ? Nägelkauen nach Kontakt zu kontaminierten Oberflächen oder Utensilien ? mangelndes Händewaschen vor dem Essen ? Aufnahme von mit Kot verunreinigten Lebensmitteln, z.B. Salat.

Nachweis und Therapie eines Madenwurmbefalls

Madenwurminfektionen sind in der Regel harmlos. Nach 2 bis 6 Wochen kommt es meist zu Juckreiz im Bereich des Afters und im Kot finden sich eventuell auch Würmer. In seltenen Fällen können aber auch Entzündungen am Darmausgang auftreten, die sich auf die Geschlechtsorgane ausweiten. Bei besonders schwerem Befall sind sogar eine Bauchfellentzündung und starke Bauchkrämpfe möglich. Zum Nachweis eines Madenwurmbefalls fertigt der Arzt ein sogenanntes „perianales Klebestreiben-Abklatsch-Präparat“ an. Hierzu wird morgen vor dem ersten Stuhlgang ein Klebestreifen auf den Bereich um das After geklebt, der anschließend unter dem Mikroskop auf Eier untersucht wird. Bei positivem Befund wird ein Mittel zur Entwurmung verschrieben, z.B. Mebendazol. Im Darm lebende Würmer abzutöten ist erstmal nicht schwer. Komplizierter ist es, sich vor einer erneuten Infektion zu schützen. Um dieser vorzubeugen, sollten folgende Schritte befolgt werden: ? Entwurmung aller engen Kontaktpersonen ? Kürzen der Fingernägel ? regelmäßiges Händewaschen, v.a. vor dem Essen ? tägliches Wechseln der Unter- und Bettwäsche ? Waschen von Unter- und Bettwäsche bei mindestens 60 ° C. Quelle: Ärzteblatt

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