Lincosamide, Makrolide

Roxithromycin

Roxithromycin

Breitbandantibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Roxithromycin wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien wie Streptokokken, Staphylokokken, Haemophilus influenzae, Chlamydien und Mykoplasmen. Roxithromycin wird angewandt bei Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen. Es wird weiter verordnet bei Keuchhusten (Pertussis), Harnwegsinfektionen sowie Infektionen der Haut und des Genitalbereichs.

Roxithromycin wird 1 bis 2-mal täglich als Tablette eingenommen. Die Behandlung dauert normalerweise 7–10 Tage. Nehmen Sie die Tabletten 15–30 Minuten vor einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser ein. Nach dem Schlucken bleibt ein unangenehmer Geschmack im Mund. Für Kinder gibt es Roxithromycin als Saft, der meist besser toleriert wird. Um die Einnahme schmackhafter zu machen, mischen Sie den Saft oder die Tablette mit Joghurt oder anderen Lebensmitteln.

Häufige Nebenwirkungen bei der Einnahme von Roxithromycin sind Übelkeit, Bauchschmerzen und weiche Stühle bis hin zu Durchfällen. Patienten berichten auch über Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Hautausschläge und Gelenkschwellungen. Selten entwickelt sich eine Dickdarmentzündung, die sogenannte Antibiotika-assoziierte Enterokolitis. Vermuten Sie das, gehen Sie sofort zu Ihrer Ärzt*in oder Apotheker*in.

Als Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bei der Einnahme von Roxithromycin zu erwarten:
  • Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar wirken stärker. Sprechen Sie vor der Roxithromycin-Einnahme unbedingt mit Ihrer Ärzt*in!
  • Die „Anti-Baby-Pille“ wirkt nicht mehr sicher. Sie müssen also zusätzlich verhüten.
Nehmen Sie Roxithromycin nicht zusammen mit folgenden Medikamenten ein, da lebensbedrohliche Nebenwirkungen drohen:
  • Terfenadin und Astemizol (bei Allergien)
  • Pimozid (bei Schizophrenie)
  • Mutterkornalkaloide wie Dihydroergotamin (bei Migräne) und Bromocriptin (bei Parkinson-Krankheit)
  • Simvastatin und Lovastatin (bei zu hohem Cholesterin).
Sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Ärzt*in, wenn Sie Begleiterkrankungen haben oder weitere Medikamente einnehmen. So kann sie rechtzeitig mögliche Risiken erkennen und nötigenfalls ein alternatives Antibiotikum verordnen.

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