Lincosamide, Makrolide

Azithromycin

Azithromycin

Breitbandantibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Azithromycin wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien wie Streptokokken, Staphylokokken, Legionellen und Chlamydien. Azithromycin wird angewandt bei Nasennebenhöhlenentzündungen und Lungenentzündungen. Es wird weiter verordnet bei Mittelohrentzündung, Harnwegsinfektionen sowie Infektionen der Haut und des Genitalbereichs. Bei Penicillinallergie ist Azithromycin Ersatzantibiotikum der 1. Wahl.

Nehmen Sie Azithromycin 1-mal täglich als Tablette unabhängig von den Mahlzeiten ein. Die Behandlung dauert normalerweise 3–5 Tage. Bei Genitalinfektionen mit Chlamydien genügt eine einmalige Anwendung. Auch zur Behandlung einer Tripper-Infektion (Gonorrhö) reicht eine Einmaldosis. Nach dem Schlucken bleibt ein unangenehmer Geschmack im Mund. Für Kinder gibt es Azithromycin als Saft, der meist besser toleriert wird. Um die Einnahme schmackhafter zu machen, mischen Sie den Saft oder die Tablette mit Joghurt oder anderen Lebensmitteln.

Häufige Nebenwirkungen bei der Einnahme von Azithromycin sind Übelkeit, Bauchschmerzen und weiche Stühle bis hin zu Durchfällen. Patienten berichten auch über Müdigkeit, Nervosität und Kopfschmerzen. Selten entwickelt sich eine Dickdarmentzündung, die sogenannte Antibiotika-assoziierte Enterokolitis. Vermuten Sie das, gehen Sie sofort zu Ihrer Ärzt*in oder Apotheker*in.

Als Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bei der Einnahme von Azithromycin zu erwarten:
  • Die Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar verstärkt sich. Sprechen Sie vor der Azithromycin-Einnahme unbedingt mit Ihrer Ärzt*in!
  • Die „Anti-Baby-Pille“ wirkt nicht mehr sicher. Sie müssen also zusätzlich verhüten.
  • Medikamente gegen Sodbrennen (Antazida) verringern die Wirkung von Azithromycin. Nehmen Sie Antazida deshalb 2–3 Stunden vor oder nach der Azithromycin-Anwendung ein.
Sind bei Ihnen Herzrhythmusstörungen oder eine eingeschränkte Leberfunktion bekannt, informieren Sie unbedingt Ihre Ärzt*in. Berichten Sie auch von Begleiterkrankungen oder dass Sie weitere Medikamente einnehmen. So kann Ihre Ärzt*in rechtzeitig mögliche Risiken erkennen und nötigenfalls ein alternatives Antibiotikum verordnen.

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